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HP-Druckerpatronen – eine luftige Angelegenheit

Die Urfassung dieses Artikels wurde während meiner Tätigkeit für die Firma toner-dumping.de Orth & Baer GmbH in deren Blog veröffentlicht, ist mittlerweile jedoch nicht mehr abrufbar. Eine archivierte Fassung findet man bei archive.org: Originaltext – „Wieso unsere Refillpatrone achtmal so viel druckt wie die Original HP 304“

Wie kann eine Refillpatrone achtmal so viel drucken wie die Original HP 304?

Von 2013 bis 2019 war ich bei der Firma toner-dumping.de Orth & Baer unter anderem für Pflege und Wartung des Onlineshops zuständig. Fehlermeldungen landeten also ebenso auf meinem Tisch wie Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten bei Produktbeschreibungen. Anfang 2017 tauchten Reichweitenangaben für die Refill-HP304 auf, die stutzig machen mussten.

Während für die Original HP 304 – Normalfüllung, nicht XL – eine Reichweite von 120 Seiten angegeben wird, sollte die Refill-Variante 975 Seiten schaffen. Das klang dann doch ein wenig hoch gegriffen. Dumm nur, dass diese 975 Seiten im Testlabor von Tonerdumping ermittelt wurden, und keine Herstellerangabe waren. Wie konnte das sein?

Die Nachfrage beim Testleiter bestätigte den Wert, und dessen Pedanterie war allen im Unternehmen bekannt. Des Rätsels Lösung lag also nicht in Zahlendrehern oder ähnlichem, dem musste ich auf den Grund gehen.

Keinerlei äußerliche Unterschiede bei den Patronen – innen aber Äpfel und Birnen

Nach dem öffnen einer orignalen HP 304 und der Refill-Druckerpatrone änderte sich die Frage vom Wie zum Warum? Die Tinte wir bei HP-Druckerpatronen dieser Bauart in einem Schwamm gespeichert. Die Fotos erklären den enormen Unterschied in der Seitenreichweite auf den ersten Blick: im Vergleich erscheint der Schwamm der Originalpatrone geradezu winzig.

In der Refill-Druckerpatrone sitzt ein ca. 6 mal größerer Schwamm!

Mit der Schieblehre habe ich folgende Abmessungen der Schwämme ermittelt:

19 x 14 x 27mm bei der Original HP 304

45 x 28 x 26mm bei unserer Refill-Druckerpatrone

Damit hat der Schwamm in der Refill-HP304 ca. die sechsfache Größe! Eine stärkere Befüllung mit Tinte erklärt die verbleibende Differenz. Bei den leer gedruckten Patronen erkennt man deutlich: der HP-Tintenschwamm hat im oberen Bereich noch nie Tinte enthalten.

Teure Luft bei der Original HP304, Tinte im Überfluss bei der Refill-Druckerpatrone!

Der nur mit Luft gefüllte Bereich in der Original HP 304 ist rot hervorgehoben.

Nach dem öffnen der Druckerpatronen war eindeutig klar: HP nutzt zwar seit vielen Jahren eine mehr oder weniger gleichbleibende äußere Form der Druckerpatronen, im Innenleben besteht der fragwürdige Fortschritt aber im verkleinern des Tintenspeichers. Da kann man von halten was man will, und natürlich handelt es sich bei den Druckern in denen die HP 304 zum Einsatz kommt um absolute Einstiegsgeräte. Trotzdem fragt man sich, warum HP ein solch großes Gehäuse nutzt, und damit ein deutlich größeres Volumen vortäuscht.

Die Patrone von Tonerdumping war randvoll! Tonerdumping ist jedoch kein Produzent, sondern bezieht die unter dem Markennamen Tonerdumping verkaufte Ware aus unterschiedlichen, wechselnden Quellen. Es ist also keineswegs sicher, dass sich in den bei Tonerdumping verkauften Druckerpatronen immer um diese großen Varianten handelt.

Und wie steht es um die HP 304 XL?

hp_304_leerpatroenHP bietet von der HP 304 auch eine XL-Variante an. Wurden beim Aufsägen vielleicht einfach die falschen Patronen verglichen? Diese Anmerkung wurde mehrfach laut, nachdem unter anderem das Online-Magazin golem.de meine Recherchen aufgegriffen hatte – Teure Luft in der Druckerpatrone -, also wurde auch die HP 304 XL geöffnet. Zwar war hier der Unterschied nicht mehr ganz so gravierend, denn die Refill Druckerpatrone hatte nur noch die dreifache Reichweite im Vergleich zur HP 304 XL. Aber auch bei dieser Druckerpatrone setzt HP auf ein durch Stege deutlich verkleinertes Innenmaß in der Druckerpatrone. Da kann sich nun jeder seinen eigenen Reim drauf machen. In meinen Augen ist das eine Mogelpackung!

Einfach selber refillen?

Ich würde bei Druckkopfpatronen immer dazu raten diese selber zu refillen, wenn man sich dies zutraut. Und wer nicht gerade 2 linke Hände hat, der bekommt das auch ohne weiteres hin. Das man dabei entsprechende Anleitungen sorgfältig lesen sollte versteht sich von selbst. Schließlich zeigen die Bilder dieses Artikel sehr eindeutig, dass das Innenleben einer Druckerpatrone von außen nicht unbedingt klar erkennbar ist.

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G&G Image: die Große Geldgier? Warum ich von G&G Tinte und Toner abrate.

g_und_g_druckerpatronen_tonerdumpingG&G in Deutschland = Tonerdumping

G&G ist eine Marke von Ninestar, einem der weltweit führenden Produzenten von alternativem Drucker-Verbrauchsmaterial. In Deutschland ist die Berliner Firma toner-dumping.de Orth & Baer GmbH Vertriebspartner für G&G Produkte. Die wiederum versucht seit einigen Jahren über diverse Kooperationen die G&G Produkte bei Groß- und Einzelhändlern zu platzieren. Soweit so gut, so üblich.

G&G & Tonerdumping = identische Produkte zu unterschiedlichen Preisen?

Problematisch ist, dass Endverbraucher oftmals G&G Qualitätsprodukte zu einem deutlich niedrigeren Preis bekommen können, wenn sie die Produkte unter „falschem Namen“ kaufen. Und das so offensichtlich wie es nur selten der Fall ist, denn Tonerdumping versucht nicht einmal zu verschleiern, dass es sich oftmals um identische Produkte handelt, die unter beiden Markennamen zu deutlich unterschiedlichen Preisen verkauft werden! Der durchschaubare Plan: das gleiche Produkt mit deutlich höherer Marge verkaufen. Ist das eine Annahme, eine Interpretation? Nein, wer sich 2 Minuten mit meiner öffentlich zugänglichen Vita beschäftigt, der merkt schnell: Tonerdumping war für lange Zeit mein Arbeitgeber.

Verkauft die Firma TONERDUMPING Kunden für dumm?

Anfangs sollte G&G als Premium-Produkt unter den Alternativen etabliert werden. Aus meiner Feder stammt dazu der Claim: „das andere Original“, oder abgewandelt „Das Original unter den Alternativen“. Man nutzt diesen Slogan auch noch. Allerdings hatte man bei TONERDUMPING den Aufwand für die Etablierung einer neuen Marke gewaltig unterschätzt, und scheute grundsätzlich sinnvolle Investitionen. Es wurden immer magische Abkürzungen gesucht, die es aber in vielen Fällen einfach nicht gibt.

Intern wurden die Grenzen zwischen TONERDUMPING und G&G Produkten schnell verwischt, und man packte beispielsweise massenhaft G&G-Produkte vor Ort in Tonerdumping Verpackungen um. Wie aber soll man denn nun dem Kunden vermitteln, dass er das „Premium“-Produkt kaufen soll, wenn man nicht nur genau weiß, dass es sich um das selbe Produkt handelt, sondern nicht einmal Bruchteile von Cent investiert werden um die Produkte zumindest optisch unterscheidbar zu machen?

Noch G&G, gleich Tonerdumping
Noch G&G, gleich Tonerdumping

Man muss den Kunden verschaukeln. So musste ich mir im Jahre 2018/2019 irgendwann den Ratgeber aus den Fingern saugen, den man noch heute unter https://www.toner-dumping.de/know-how/entscheidungshilfe-druckerpatronen-kaufen findet. Mit schlechtem Gewissen, und der Zusage der Geschäftsführung von Tonerdumping, dass man an der klareren Markenteilung arbeitet.

Das Jahr des Brain-Drain: 2019

In 2019 stellte sich mehr und mehr heraus, dass Tonerdumping sich mit dieser Vorgehensweise nachhaltig selbst schadet. Da ein einlenken nicht erkennbar war gingen Mitarbeiter die teils über ein Jahrzehnt an wichtigen Positionen bei TONERDUMPING tätig waren – sie konnten sich mit dem Unternehmen, respektive der Geschäftsführung einfach nicht mehr identifizieren. Teils wurden sie auch gegangen, nicht zuletzt weil sie sich gegen Praktiken auflehnten die eine Täuschung der Kunden darstellten. So wurden viele G&G-Produkte als lagernd, bzw. im Zulauf verkauft, die über Monate nicht lieferbar waren, oder nicht einmal produziert wurden. Auch hier verkaufte man Kunden für dumm.

Das weicht nun aber vom Thema zu sehr ab, und wird in folgenden Artikeln behandelt. Es soll nur aufzeigen wie sehr es in der DNA des Unternehmens verankert ist, Kunden aktiv zu täuschen, in der Hoffnung sie würden dies nicht merken. Und das gilt B2C wie B2B.

Wer G&G kauft, unterstützt ein Unternehmen das seine Kunden nicht für voll nimmt

Wie erwähnt, das wird nicht der letzte Artikel zu diesem Thema sein. Wie Tonerdumping seine Kunden täuscht und die Marke G&G durch fatale Fehlentscheidungen und Inkompetenz verbrennt wird in den kommenden Wochen Thema einer Reihe von Blogartikeln sein. Ebenso wie die Frage auf welchem Weg ein solches Unternehmen an gute TÜV-Bewertungen kommt, was es mit dem „Testlabor“ auf sich hat, und so vieles mehr.

Doch dieser Artikel schließt mit der Antwort auf die Frage warum ich von G&G Tinte und Toner abrate: weil bei G&G nur das Preisschild Premium ist!

 

 

 

 

 

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