SEO Abzocke

Die große SEO-Abzocke – wie Anbieter Kunden über den Tisch ziehen

Nachdem ich in den letzten 2 Wochen mit 3 Fällen zu tun hatte in denen für den Laien durchaus seriös erscheinende SEO-Dienstleister Kunden regelrecht abgezockt haben, sitzt der Frust tief. Frust deshalb, weil hier eine Branche in Verruf gebracht wird, und Anbieter gutes Geld kassieren, für Leistungen die nicht einen Bruchteil wert sind. Frust auch deshalb, weil man als seriöser Anbieter, der für sein Geld reelle Arbeit leistet eine Mischung aus Entsetzen, Ungläubigkeit und Wut empfindet.

Diesen Frust will ich einfach mal loswerden. Es geht dabei nicht um “Kollegenschelte”, daher lasse ich auch Namen mal weg – sondern ums “auskotzen”, um den Kopf wieder frei zu bekommen.

Mehrere tausend Euro für SEO-Maßnahmen die in einem Tag erledigt sind

In einem der Fälle hatte ich mit einem SEO-Dienstleister zu tun, der unter anderem durch den Einsatz eines CDN die Performance eines Shops deutlich verbessern wollte. Dazu ein paar OnPage-Standards, die schnell erledigt waren.

Mindestens peinlich, wenn nicht gar erbärmlich war es, beobachten zu müssen wie dieses Unternehmen es tatsächlich schaffte mit dem CDN die Performance massiv zu verschlechtern. Eine finale Analyse der Gründe zeigte dann Konfigurations- und Denkfehler die einem professionellen Anbieter nicht unterlaufen sollten.

Was dauert denn da so lange, lieber SEO?

Nicht nur, dass dieses CDN schlecht eingebunden wurde. Offenkundig reichten auch die Programmierkenntnisse nicht sonderlich weit, denn die Einbindung, die eigentlich in maximal 2 Stunden erledigt gewesen wäre erfolgte unvollständig, über viele Stunden, und nie so, dass eine vollständige Integration in den Workflow des Shopbetreibers gegeben gewesen wäre.

To-Do-List vom SEO-Tool als teure Dienstleistung

Die restliche Zeit wurde damit zugebracht nur zu einem kleinen Teil wirklich rankingrelevante Arbeiten und Anpassungen durchzuführen. Dabei wurde den Anweisungen von XOVI gefolgt, und dabei nicht mal die Ergebnisse des Tests von XOVI überprüft. Die wenigen relevanten, zählbaren Arbeiten wurden vom Zeitaufwand her absurd hoch angesetzt. So zum Beispiel die Optimierung von Bildern – das ist eine Aufgabe die mit einer entsprechenden Stapelverarbeitung inklusive Down- und Upload der Bilder maximal eine Stunde dauert.

Alle komplexeren Aufgaben wiederum wurden nur als Arbeitsanweisungen an den Kunden übergeben – wenn es Arbeit macht, mach es selbst!

Optimierung – für Keywords die kein Mensch sucht!

In einem anderen Fall habe ich Berichte zweier ehemaliger Kunden die bei verschiedenen SEO-Anbietern gleiche Erfahrungen gemacht haben. Profi-Tools wie Sistrix, OnPage oder XOVI spucken heute mühelos wunderbare Statistiken, Diagramme und Berichte aus. Damit kann man schnell beeindrucken. “Sehen Sie, wie sich ihre Platzierung verbessert hat!”. Dumm nur, wenn hier einfach auf Nischen- und Longtail-Keywords optimiert wird, die kein Mensch sucht!

Und dann entsprechend sensationelle Steigerungen präsentiert werden können. Auch ich kann eine Seite binnen weniger Tage auf Platz 1 bei Google bringen, wenn ich mir lustige Suchbegriffe wie “Quadratische Druckerpatronen mit gelber Versiegelung zu unegewöhnlich günstigen Preisen kaufen” aus den Fingern sauge. Das bringt nur dummerweise keine Besucher! Und schon gar keine zahlende Kundschaft.

Kunden veräppeln – ob mutwillig oder mangels echten Könnens

Auch heute ist es noch so, dass man in Einzelfällen mit einfachsten SEO-Maßnahmen sensationelle Ergebnisse erzielen kann. Abhängig von der Ausgangsposition, dem Wettbewerb und den Zielen. Das verführt so manchen Anbieter dazu, sich eine Kompetenz zuzuschreiben, die de facto nicht vorhanden ist. Sobald es dann mal anspruchsvoller wird, fällt man gewaltig auf die Nase.

Andererseits gibt es, nachdem SEO in den letzten Jahren selbst für die kleinsten Website-Betreiber zu einem Schlagwort wurde, mit dem man sich befassen muss, inzwischen so viele untaugliche Anbieter, dass die Auswahl eines guten SEO-Dienstleisters immer schwerer wird. Als Laie ist man ja schwer in der Lage, die Qualität der Leistungen zu beurteilen.

SEO ist dann gelungen, wenn sie sich bezahlt macht!

SEO ist ein langwieriger, kontinuierlicher Prozess. Nichts, was mal eben nebenbei erledigt wird, und dann fertig ist. Gelungen ist SEO dann, wenn sie sich bezahlt macht, reell auswirkt. In höheren Besucherzahlen, mehr Anmeldungen, mehr Bestellungen, mehr Relevanz. Wer einen SEO-Anbieter sucht, der sollte diesen mit der Frage konfrontieren, wann jener dieser Faktoren der für einen selbst entscheidend ist, von der Arbeit des SEO positiv beeinflusst wird. Wer bereits einen SEO-Dienstleister in Anspruch nimmt, sollte regelmäßig eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufmachen, und sich nicht von bunten Diagrammen oder gewaltigen Zahlenkolonen beeindrucken lassen.

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tonerdesign

WIP: Premium-Toner-Marke – warum nicht einfach mal besser als das Original?

In leitender Position bei einem der wichtigsten deutschen Händler für alternatives Druckerzubehör kenne ich mich einigermaßen im Drucker- und Druckerverbrauchsmaterial-Markt aus. Daher weiß ich – wie ja auch schon das ein oder andere Mal in unabhängigen Tests bewiesen -, dass das Original-Druckerzubehör nicht zwingend die beste Wahl ist.

Schaue ich mir dann noch Produkte wie einen unserer beiden meistverkauften Toner, den TN-2220-Toner in XXL-Befüllung an, dann könnte ich nicht mehr guten Gewissens den entsprechenden Originaltoner empfehlen. Warum also nicht einfach mal das Prinzip umdrehen, und auch dem Kunden vermitteln: du kaufst hier keine Billig-Nachahmer-Produkte, sondern High-Tech die konkrete Vorteile gegenüber dem Original hat!

Einfach mal ein bisschen rumspielen

Daher lasse ich die Leser meines Blogs in den nächsten Wochen einfach mal an der Schaffung einer fiktiven Premium-Druckerzubehör Marke, und deren Gestaltung teilhaben. Wie funktioniert das eigentlich, mit dem entwickeln einer »Marke«, wie kommuniziert man die gewünschten Eigenschaften? Zumindest visuell, das ist mein Beruf, und meine Berufung.

Weniger ist mehr – Reduktion suggeriert Wertigkeit

conquer_tonerIch werde in den nächsten Tagen noch einige weitere Renderings der Produktverpackungen präsentieren. Bereits das erste Rendering eines Tonerkartons zeigt jedoch wohin die Reise geht. Wertige Gestaltung ist nicht überladen, sie ist reduziert. Reduziert auf das wesentliche.

Reduktion ist jedoch alles andere als einfach. Da weniger visuelle Reize vorhanden sind, müssen die wenigen gezielt gesetzten Reize 100%ig sitzen. Da ist schon eine Schrift mit schlechter Zurichtung schnell der Grund für eine billige, misslungene Anmutung. Handwerklich müssen die Gestalter eines solch reduzierten Designs also wirklich wissen was sie tun. Das überladen mit Gestaltungselementen, Badges etc. ist definitiv die leichtere Übung – das Ergebnis wirkt dann aber eben auch entsprechend.

Kein simpler »Fake« – also auch eine eigene Produktbezeichnung

Was ebenfalls schon beim ersten Rendering auffällt: die eigenständige, prominent platzierte Produkt-, hier Tonerbezeichnung. Wenn ich ein Produkt anbiete, auf dem nur steht, welchem OEM, bzw. Originalprodukt selbiges entspricht, dann stelle ich damit klar, dass es sich um eine Alternative handelt. Ich vermittle aber eben auch die Botschaft: das hier ist nicht das Original.

Mit einer eigenständigen Produktbezeichnung – die natürlich durch eine Erklärung ergänzt werden muss, welches Produkt ersetzt wird – stelle ich klar, dass es sich ebenfalls um ein Original handelt! Das klingt vielleicht erstmal nach Augenwischerei, funktioniert aber tatsächlich. Es bleibt eine Alternative zum Original-Druckerzubehör, wird aber als eigenständiges Original wahrgenommen. In gewisser Weise wird dieses Prinzip auch bei Tonerdumping genutzt – dort in Form der Economy- und Businesstoner.

Am 6.4. geht´s los

Soviel nur erstmal an erklärenden Worten zum ersten Verpackungs-Rendering, am 6.4. geht es dann richtig los, mit 1-2 Artikeln pro Woche.

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Vergleichstabellen ansprechend gestalten

Vergleichstabellen bieten die Möglichkeit schnell und einfach komplexe Informationen zu übermitteln, und ermöglichen z.B. im Bereich des eCommerce dem Kunden einen schnellen Vergleich von Produkteigenschaften und -angeboten. Das nimmt dem Nutzer Arbeit ab, und wird entsprechend meist sehr positiv empfunden.

Mehr Joy-Of-Use dank Vergleichstabellen

Bei SixRevisions findet man eine schon etwas ältere Sammlung von über 70 Beispielen für Vergleichstabellen im Webdesign. Dort wird sehr gut verdeutlicht, wie in den unterschiedlichsten Anwendungsfällen Vergleichstabellen schneller als jede andere Form der Darstellung einen Überblick ermöglichen um sich etwa bei verschiedenen Hosting-Angeboten für das passende zu entscheiden.

Schnell und einfach zum passenden Paket – zum Beispiel bei linkresearchtools.de

LinkResearchTools bietet eine Reihe leistungsstarker Lösungen für SEOs. Die umfangreiche Produktpalette mit den für die unterschiedlichsten Zwecke optimierten Werkzeugen wird in verschiedenen Paketen angeboten. Welches Paket nun welche Leistungen bietet, könnte man in einer Bleiwüste vermitteln, oder einfach mit einer Vergleichstabelle. So findet jeder schnell das passende Angebot – zusätzlich ist die beliebteste Lösung hervorgehoben.

vgl_linkresearchtools

Vergleichstabellen visuell ansprechend gestalten

Nun kann man eine Vergleichstabelle natürlich ganz einfach halten. Ihren Zweck erfüllt sie so grundsätzlich erstmal auch. Optimal ist eine solche Lösung jedoch nicht. Hier greife ich mal auf einen Vergleich aus der persönlichen Arbeit zurück:

Bei Tonerdumping bieten wir für Laserdrucker in den meisten Fällen neben dem Originaltoner eine besonders preiswerte Alternative , und einen speziellen Businesstoner an. Da die Businesstoner neben einer besseren Druckqualität in vielen Fällen auch eine höhere Reichweite bieten, muss für einen sinnvollen Preisvergleich natürlich auch der Seitenpreis berücksichtigt werden.

Bisher wurde hier eine sehr, sehr einfach gehaltene Tabelle für die einfache Vergleichbarkeit genutzt:

Bisherige Vergleichstabelle bei TN-2220 Toner

Informationen vorhanden – beim scannen aber nicht entdeckt

Nun gibt es nur sehr wenige Anwender, die bei einem Shopbesuch gerne längere Texte lesen, wenn sie nicht auf den ersten Blick erkennen, dass diese Texte eine inhaltliche Relevanz für ihre Kaufentscheidung haben. Bei unseren bisherigen Tabellen war das nicht unbedingt der Fall.

Wer die Inhalte der Seite scannt, der erkennt eventuell eine Tabelle, müsste aber ein zweites Mal hinschauen, um zu erkennen, was in dieser Tabelle aufgeschlüsselt wird.

Neue Tabellen – visuell ansprechend, und selbsterklärend

Nun erfolgt gerade eine Umstellung der Vergleichstabellen. Ziel ist es hier, dem Besucher auf den ersten Blick – also schon beim scannen der Seite – zu vermitteln, dass ihm diese Tabelle einen Mehrwert bringt, weil sie die Vorteile und Eigenschaften der einzelnen Produkte schnell erfassbar macht.
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Besonders hervorgehoben ist in der Tabelle das Angebot, mit der größten Ersparnis. Der TN-2220-Toner Preisvergleich zeigt, dass durch die um ein vielfaches höhere Reichweite der Businesstoner die günstigste Lösung ist.

Vergleichstabellen einsetzen, wann immer es möglich ist

Ich könnte jetzt noch auf zahlreiche weitere Beispiele eingehen, ganz gleich ob es darum geht eine SaaS-Lösung zu buchen, Produkte wie Toner oder Dienstleistungen verschiedenen Umfangs zu bewerben: eine Vergleichstabelle ist der einfachste Weg dem Besucher einen Überblick über die Eigenschaften verschiedener Varianten zu ermöglichen. Die meisten Besucher werden diese Form der Transparenz und des Services zu schätzen wissen.

Und neben dem reinen Informationsgehalt sollte immer auch der visuellen Aufbereitung der Informationen entsprechende Aufmerksamkeit geschenkt werden!

 

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Nach Umstellung auf HTTPS: Disavow-File neu hochladen!

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Bei der Auswertung einiger Daten fielen mir heute einige Ungereimtheiten auf. Es geht um ein Projekt, bei dem in der fernen Vergangenheit, vor meiner Zeit, massiv Links eingekauft wurden. Was damals vielen noch als legitime Methode des Linkaufbaus erschien, fiel all jenen die es entweder selbst gemacht, oder von einer unfähigen SEO-Agentur dazu getrieben wurden, vor zwei Jahren endgültig auf die Füße.

Googles Qualitätsoffensive machte aus toxischen Links akute Entzündungsherde

Wer regelmäßig die Sichtbarkeitswerte von Sistrix, Seolytics oder OnPage im Auge hat, konnte damals beobachten, wie Sichtbarkeiten regelrecht in sich zusammenkrachten. Neben dem händischen Entfernen der Links – mühselig, und mitunter auch gar nicht möglich – half dann nur noch die Disavow-Datei für Google, mit der man Links für ungültig erklären konnte.

Bei der Umstellung auf HTTPS muss die Disavow erneut eingereicht werden!

Jetzt habe ich kürzlich ein Projekt begleitet, bei dem die Umstellung von HTTP auf HTTPS erfolgte. Was mir allerdings auch neu war: eine eventuell bestehende Disavow-Datei muss erneut eingereicht werden. Quelle? Google selbst: http://seo.at/wechseln-von-http-auf-https-disavow-file-muss-erneut-eingereicht-werden/

Hat man nun also in der Vergangenheit für eine Domain wie denic.de toxische Links über eine Disavow entwertet, und stellt dann auf HTTPS um, mit den entsprechenden Umleitungen alter URLs, dann poppen all die alten, toxischen, moddrig stinkenden Links wieder auf – und es muss erneut eine Disavow eingespielt werden.

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nik_collection

Google verschenkt professionelle Foto-Software

Was bisher für 150 Dollar verkauft wurde, gibt es jetzt für lau: die 7 professionellen Bildbearbeitungs-Tools der Nik Collection.

Unter Profis genießen die Tools einen hervorragenden Ruf. Google hatte die 1995 in Hamburg gegründete Firma Nik Software 2012 übernommen, und deren Technologie unter anderem in kostenlosen App Snapseed zum Einsatz gebracht. Meiner persönlichen Meinung nach gibt es keine bessere, intuitiver zu bedienende Foto-App für Android-Smartphones.

Die Tools sind sowohl alleine, als auch als Photoshop-Plugins nutzbar. Damit natürlich auch in allen anderen Programmen die Photoshop Plugins unterstützen, so z.B. Corel PhotoPaint.

U-Points statt Masken

Analog EfexIn den Tools aus der Nik-Collection kommen statt Masken für selektive Bearbeitung die von Nik entwickelten, so genannten U-Points zum Einsatz. Die Kontrollpunkte werden genutzt um Bildbereiche zu selektieren und Filter bzw. Effekte dann selektiv anwenden zu können. Dabei können auch Gruppen von U-Points definiert werden, was interessante Möglichkeiten bei der Bildbearbeitung eröffnet.

Die Tools der Nik Collection im einzelnen

Analog Efex Pro

Simuliert den Look und die Atmosphäre klassischer Kameras, Filme und Objektive.

Color Efex Pro

Filter für Farbkorrektur, Retusche und diverse kreative Effekte

Silver Efex Pro

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Simuliert den Look von Schwarz-Weiß-Fotografie – mit zahllosen Anpassungsmöglichkeiten und Voreinstellungen

Viveza

Farb- und Tonwertkorrekturen – einfach mit U-Points

HDR Efex Pro

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Mächtiges Tool zur HDR-Fotografie

Sharpener Pro

Die womöglich beste Schärfungssoftware überhaupt

Dfine

Rauschreduzierung – wesentlich detailierter steuerbar als üblich

Gleich herunterladen – Profisoftware geschenkt

Also: am besten gleich den kostenlosen Download bei Google nutzen, und einfach mal ausprobieren, was einem die Nik-Collection zu bieten hat!

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HP Photosmart 5515 druckt kein schwarz mehr – Sollbruchstelle?

Meine Schwester bekam kürzlich von einem Nachbarn einen HP Photosmart 5515 geschenkt. Neue, originale HP 364-Patronen eingesetzt, einwandfreier Zustand, nur eine kleine Macke: er druckt kein Schwarz mehr. Mit einem Druckerexperten in der Familie sollte das doch kein Problem sein. Wurde es aber – und hat mich vom HP-Fan zum absoluten Gegner gemacht.

Druckerreinigung – kein Problem wenn der Druckkopf entnehmbar ist

HP 364 DruckerpatronenDer HP Photosmart 5515 nutzt vier einzelne Tintentanks der Serie 364, und besitzt einen – theoretisch – herausnehmbaren, separaten Druckkopf. Das ist erstmal ein großer Vorteil, denn so ist man nicht auf die geräteeigenen Reinigungsmöglichkeiten angewiesen, sondern kann den Druckkopf entnehmen, und gründlich reinigen. Warum das sinnvoller ist, als sich auf die automatische Druckerreinigung zu verlassen, dazu mehr auf der – von mir gepflegten – Tonerdumping-Hilfeseite zum Thema Druckerreinigung.

Zur Reinigung setze ich seit Jahren auf Düsenreiniger. Bevor ich 2013 bei der Firma TONERDUMPING angeheuert habe, war heißes, destilliertes Wasser mein Lieblings-Reinigungsmittel für verschmutzte Druckköpfe. Seit ich jedoch unseren »Düsi« kenne, kommt mir nichts anderes mehr ins Haus. Eine Mischung aus Isopropylalkohol und ein paar weiteren Ingredienzien säubert in der Regel selbst hoffnungslos verdreckte Druckköpfe. ich greife mal vor: beim Photosmart 5515 konnte auch der Düsenreiniger nichts ausrichten.

Übrigens: statt Düsi kann man auch Isopropanol kaufen – aber meine persönliche Empfehlung bleibt der Düsi.

Wie geht denn nun der Druckkopf raus?

Wer sich ein wenig mit Druckern auskennt, der erkennt sofort, dass es sich beim Druckkopf im Photosmart 5515 um ein entnehmbares Bauteil handelt. Wer sich ein wenig mit räumlichem Denken auskennt, dem fällt ebenso schnell auf, dass die Ingenieure bei HP entweder ein untaugliches CAD-Programm nutzen, oder aber einfach um jeden Preis verhindern wollen, dass der Anwender den Druckkopf tatsächlich herausnimmt.

Sobald man die HP 364-Druckerpatronen entnommen hat, kann man den Druckkopf durch etwas festeres zusammendrücken der Seitenwände aus seiner Verankerung lösen. Und dann ein paar Millimeter bewegen, bis man an die obere Druckerabdeckung stößt. Nach kurzem nachdenken wird einem klar, dass man nicht etwa zu blöde ist, den Druckkopf zu entnehmen, sondern, dass das ohne Demontage des oberen Gehäuseteils schlicht nicht möglich ist.

Gewalt ist keine Lösung: der Druckkopf fährt Amok

Da ich das vermeiden wollte, hatte ich im ersten Anlauf mit ein wenig Rohheit versucht das Gehäuse so weit zu dehnen, das der Druckkopf irgendwie raus zu bekommen ist. Blöde Idee, zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wie die HP-Ingenieure sich ihre Langeweile vertreiben. Das Ergebnis war, dass der Druckkopf aus der Positionserkennung gerutscht ist, und danach klang, als würden statt bedruckter Blätter gleich fertig gepresste VW Golf-Türen in der Papierausgabe landen.

Der Photosmart 5515 gibt seinen Druckkopf nur sehr ungern her

photosmart_5515_druckkopf_2Es half also alles nichts: da ich immer noch darauf hoffte, mit einer gründlichen Reinigung wieder schwarze Tinte fließen zu lassen, wurde der Drucker auseinander genommen.

Zum Vorschein kam ein sehr interessant befestigter Druckkopf.Zwei starke Federn halten diesen in Position. Der Vorteil dieser Konstruktion: … keine Ahnung. Dazu Flachkabel, die sich nur mit dem Risiko einer verstauchten Hand oder einer psychotischen Episode wieder in Ihre Aufnahmen basteln lassen. Service- und Wartungsfreundlich? Nein – eher klar auf wirtschaftliche Totalschäden beim kleinsten Fehler ausgerichtet.

Der Druckkopf selbst wurde dann mit Unmengen von Düsenreiniger traktiert. Gründlichst gereinigt, über Nacht ausgiebig getrocknet, und am nächsten Tag wieder eingesetzt.

Tada: neuwertiges Druckbild – und weiter kein Schwarz

Photosmart DruckkopfNachdem die Tücken des Zusammenbaus bewältigt waren – ich bin mir relativ sicher, dass die HP-Ingenieure enormen Spaß bei der Entwicklung haben … – und der Drucker sich auch mit allem zufrieden zeigte, keine Fehlermeldungen ausgab etc. ging es in den Test.

Da der Druckkopf gereinigt wurde, wurde zusätzlich nochmal die interne Druckerreinigung in Gang gesetzt, um eventuelle Rückstände von Düsenreiniger aus dem System zu spülen.

Ergebnis, nach mehreren Durchläufen der Druckerreinigung: die Farben sahen aus wie bei einem ladenneuen Gerät. Schwarz gibt es aber weiterhin keins.

Geheimes Supportmenü – letzte Hoffung

Die letzte Hoffnung war nun ein Druckerreset. Den kann man als Endanwender normalerweise nicht durchführen, das entsprechende Supportmenü lässt sich nur durch eine Kombination von Tastendrücken auf dem Touchscreen aufrufen. Der Gedanke hinter dem Druckerreset war einfach jener, dass womöglich ein interner Zählen – wie bei manch anderem Gerät – für das fehlende Schwarz verantwortlich ist, und sich dieser Zähler so nullen lässt.

Aber auch das half nicht – weiter kein schwarz.

»Photosmart 5515 druckt nach Ablauf der Garantie kein Schwarz mehr« – ich bin nicht allein

Natürlich hatte ich vorab schon mal einen Blick ins Netz geworfen, weil mir der plötzliche Ausfall der schwarzen Düsen etwas merkwürdig erschien. Verschmutzungsbedingte Ausfälle treten meist schleichend ein.

resetsIn der Tat fanden sich unzählige Einträge in Internetforen zum Thema. Photosmart 5515 die zwar knackig bunte Farben drucken, sich aber beharrlich weigern auch nur einen Spritzer schwarzer Tinte auf das Papier zu zaubern sind wohl eher die Regel als die Ausnahme. Und ausweislich vieler Beiträge taucht dieses Problem wohl gerne relativ kurz nach Ablauf der Garantiezeit auf .

Ich bin kein Freund von schwurbeligen Verschwörungstheorien, glaube nicht, dass HP in den Chemtrails die uns die Illuminaten aus Bielefeld an den Himmel tackern, linksdrehende Ionen unterbringt, die auf Drucker herabregnen und diese lahmlegen. Nur: bei einer solch massiven Häufung, glaube ich auch nicht mehr an Zufälle. Und wenn das nach so kurzer Zeit passiert, statt bei einem alten Drucker wie meinem Pixma IP4200 – ja, 2013 starben die schwarzen Düsen meines IP 4200 einen mysteriösen Tod – , dann sehe ich da auch keine Anzeichen für altersüblichen Verschleiß.

Planned Obsolescence – deutliche Hinweise

Wenn also bei einem Druckermodell eine massive Häufung eines schwer nachvollzieh- oder erklärbaren Fehlers vorliegt, der selbiges für den Endanwender unbrauchbar macht, dann liegt hier schon ein gewisser unangenehmer Geruch in der Luft. Eine Reparatur ist in diesem Fall unwirtschaftlich, allein der konstruktionsbedingt enorme Arbeitsaufwand für den Techniker, kombiniert mit den Kosten für einen neuen Druckkopf, sorgen für Kosten weit über denen für die Anschaffung eines neuen Druckers.

Nur: wie kann man bei HP bei einem so eindeutig heraufbeschworenen umsatzverträglichen Frühableben denn ernsthaft darauf hoffen, dass man so Kunden hält? Sieht man sich z.B. die Rezensionen bei Amazon an, ist der Tenor eindeutig: nie wieder HP.

Das gilt bei mir jetzt auch. Dabei habe ich meine persönliche Tintenstrahlerhistorie mit einem unkaputtbaren HP DeskJet 500 begonnen, mit einem 690C fortgesetzt, diese Geräte x-fach weiterempfohlen und durch regelrechte Generalüberholungen immer wieder zu Top-Druckergebnissen getrieben. Nun aber ist das Kapitel HP in Sachen Drucker für mich abgeschlossen. Und das nur wegen eines offensichtlichen Konstruktionsfehlers, oder eines bewusst eingebauten Verfallsdatums. Hätte nicht sein müssen HP … jetzt schaue ich halt mal nach einem günstigen Canon Pixma für meine Schwester in unserem Sortiment.

 

 

 

 

 

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Redirects bei neuen URLs: kleine Fehler, große Wirkung

seo_basics_fuer_relaunchOk, so groß waren die Wirkungen, bzw. Folgen nun erstmal nicht, da der Fehler noch innerhalb eines großen Umbruchs auffiel und behoben werden konnte. Wäre dem nicht so, würden die Folgen garantiert größer ausfallen. Worum geht es?

Großer Shop-Relaunch bei TONERDUMPING, inklusive neuer URL-Struktur

Saubere, sprechende URLs sind heute so selbstverständlich geworden, dass man gerne mal vergisst, wie das früher aussah. Das irgendwo unter all den individuellen Modifikationen noch im Shop von TONERDUMPING versteckte OSCommerce zum Beispiel, produzierte ursprünglich nette URLs mit Parametern höchster Merkfähigkeit.

Beispiel: https://demo.oscommerce.com/product_info.php?products_id=28&osCsid=of23evlmgpqrc1e71unb0dmp51

Damit ist heute nicht nur aus SEO-Sicht kein Blumentopf mehr zu gewinnen, es wirkt in Zeiten sauberer, lesbarer URLs auf weniger technikaffine Nutzer auch schnell unseriös und wenig vertrauenerweckend. Verständlich, denn wer keine Kenntnis des technischen Hintergrunds dieser Parameter hat, der fragt sich natürlich, was sich hinter diesem kryptischen Code verbirgt, und ob da alles mit rechten Dingen zugeht. Womöglich tauchen gleich Scully und Mulder auf, weil man unbewusst eine Einladung zum Picknick an die Bewohner des Planeten X³51-E versendet hat. Oder aber Edward Snowden kommt zum Frühstück, um einem zu erklären, dass man mit dieser URL gerade seine persönliche Krankengeschichte an die NSA übermittelt hat.

Die neue URL-Struktur bei TONERDUMPING – sauber und lesbar

Im Onlineshop meines Arbeitgebers war vor einigen Jahren – vor meiner Zeit dort – bereits eine Anpassung erfolgt, und einigermaßen saubere URLs eingeführt worden. Allerdings immer noch mit einer Reihe Parameter, die einfach angehängt wurden.

Beispiel: https://www.toner-dumping.de/canon-pixma-ip-canon-pixma-ip1600-c-2_204_1764_3402.html

Das war zwar schon bedeutend besser, als die standardmäßig von OSCommerce vorgesehenen URLs, aber eben auch nur suboptimal. Daher war ein wichtiges Thema beim Shop-Relaunch die Realisierung sauberer URLs, die kürzer, SE-optimiert und vertrauenweckend clean sind. Auf die Details der technischen Umsetzung will ich nun gar nicht eingehen – Eigenentwicklung, Betriebsgeheimnis mit überragender Performance 😉  . o O (hier stinkts nach Eigenlob) -, aber auf jeden Fall sehen die neuen URLs nochmal ein gutes Stück besser aus.

Beispiel: https://www.toner-dumping.de/canon/canon-pixma-ip/canon-pixma-ip1600

Gerade wenn es um die Hersteller geht, z.B. also wenn jemand nach HP-Druckerpatronen sucht, macht sich eine saubere URL wie https://www.toner-dumping.de/hp natürlich besser, als irgendwelche kryptischen Zeichenfolgen.

Alte URLs umleiten – aber richtig!

Nun schwirren noch tausende Links nach altem Schema durchs Web, und diese galt und gilt es natürlich sauber umzuleiten. Auch hier will ich nicht auf technische Details eingehen, nur soviel, für die technisch sachkundigen: header() wurde genutzt. Dabei wurde allerdings etwas wichtiges vergessen. Die URLs werden zwar korrekt umgeleitet, als Statuscode wird jedoch 302 (found – temporary redirect) übergeben. Das bedeutet: die URL wird zwar vorübergehend umgeleitet, die URL bleibt jedoch gültig. Ist natürlich Unsinn, denn zu unserer alten URL-Struktur werden wir wohl kaum zurückkehren.

Dauerhaft neue URLs? Dann immer eine 301 Weiterleitung

Der korrekte, sinnvolle und einzig richtige HTTP-Statuscode der in unserem Fall übergeben werden sollte ist 301 – moved permanently. Nur so signalisiert man Google und Co – wer auch immer diese ominösen anderen Suchmaschinen sein mögen… -, dass man die Seite dauerhaft unter einer neuen URL findet, und eben diese auch zu nutzen ist. Die Lösung in diesem Fall war eine simple Ergänzung des Codes: header(“HTTP/1.1 301 Moved Permanently”); – fertig!

Hervorragende Umzugs-Checkliste bei Sistrix

Die SEO-Profis von Sistrix – ja, auch wir nutzen deren geniale Toolbox – haben in ihrer Artikelreihe zum Thema SEO-Basics einen Artikel zum Thema Website-Relaunch nie ohne Weiterleitungen online. Lesenswert!

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